"Die Betreiber planen finanzielles und naturzerstörerisches Desaster"

Prof. Mag. Josef Friedhuber, langjähriger Alpinreferent und Vizepräsident der Naturfreunde Österreich

Wir Verhinderer hatten Recht.

Wäre das ursprüngliche Projekt der Skischaukel über das Warscheneck, so wie geplant im letzten Winter 2013/14 realisiert worden, so wäre an keinem Tag des Winters der Pistenbetrieb vom Warscheneck ins Tal möglich gewesen. Jedoch das Warscheneck wäre auf ewige Zeiten zerstört und zig-Millionen an Fördergeldern wären versenkt, ...

... so wie am Feuerkogel, wo die viele Millionen teure Achtergondel im besagten Winter nur drei (!!!) Betriebstage hatte!

Auch der Winter 2014/15 war bis Ende Jänner von Schneemangel und hohen Temperaturen geprägt und an einen Skibetrieb im Raum Vorderstoder war nicht zu denken. So gesehen sollten die Aktionäre der HIWU den Verhinderern der Alpinen Vereine dankbar sein, weil wir sie durch unsere Widerstände vor einem finanziellen Debakel bewahrt haben. Doch unbeeindruckt von diesen Tatsachen, planen die Betreiber das nächste finanzielle und naturzerstörerische Desaster. Die Kosten derartiger Millionengräber werden erfahrungsgemäß den steuerzahlenden Bürgern angelastet. Mit diesen Plänen werden von der Seilbahnlobby inakzeptable Grenzen überschritten. Wir sehen es als unsere Pflicht, diese Grenzen zu verteidigen.

 

Wenn jemand plant ein von Menschen geschaffenes Kulturgut wie den Stephansdom oder das Belvedere in die Luft zu sprengen, wird er sofort eingesperrt. Wenn jemand plant einzigartige Naturlandschaften zu zerstören und in einen Parkplatz zu verwandeln, darf er frei herumlaufen,  ein hoch angesehener Politiker oder Geschäftsmann sein und stattliche Gehälter beziehen.

 

Ich bin stolz darauf, wenn ich Naturzerstörung und Vernichtung von Steuergeldern verhindern kann!