"Für Skipisten und die dazugehörige Infrastruktur sind schon mehr als genug Naturräume empfindlich ge- und letztlich zerstört worden!"

Gottfried Schuh, Losenstein

Die gegenwärtige Entwicklung unserer Gesellschaft zwingt uns, wenn wir für unsere Nachkommen verantwortlich handeln wollen, zu einer sorgfältigen Reflexion unserer Verhaltensweisen. – Zum Beispiel: Sehen wir in unseren Naturräumen ausschließlich materielle Ressourcen oder haben wir auch Sinn für den Reichtum, der uns in der Schöpfung mit ihrer großartigen Vielfalt zur Verfügung steht?

Unsere menschlichen Lebenshorizonte, in denen wir erfassen und gestalten können, dauern bestenfalls 50 oder 60 Jahre. Genügt dieser Erfahrungszeitraum für Entscheidungen, die viele Millionen Jahre alte Formationen und das Leben auf und in ihnen stark negativ verändern werden?

 

Nicht die materielle Sinnhaftigkeit des Vorhabens untersuche ich hier. Es ist unsere Lebensform mit ihren Phänomenen, die insgesamt sehr wenig Respekt vor dem Leben an und für sich, für die Mitmenschen und für die Natur im Besonderen erkennen lässt:

 

Gewalt gegen Mitmenschen (speziell gegen Kinder) empfinden wir zu Recht als Abscheulichkeit.

 

Gewalt gegen die Natur (die letztlich unsere Mutter ist, von der in der Schöpfung alles Leben kommt) regt uns weniger auf!

 

Weil: Was wir haben wollen, muss her: Schnell, unabhängig von eventuellen negativen Auswirkungen auf Landschaften und auf die in ihnen existierenden Lebewesen!

 

Wie wäre sonst die Gratwanderung erklärbar, mit der unsere Gesellschaft den Umgang mit bienentötenden Neonikotinoiden betreibt? – Mit den Bienen sterben auch viele andere Insekten, von denen die meisten Mitmenschen gar nicht wissen, dass es sie gibt, die jedoch genauso wichtig zu nehmen sind, wie die erkennbaren Nützlinge Bienen. Suchen unsere Verantwortlichen nach anderen, ungiftigen, naturgemäßen Lösungen? – Bekannt ist so ein Streben (mir) derzeit nicht!

 

Manchmal kommt mir unsere menschliche Gesellschaft wir eine Person vor, die in Weyer ins Auto steigt und auf der linken Straßenseite nach Steyr fahren möchte. – Wahrscheinlich wird allerhand passieren, bis das Gefährt die Eisenstadt erreicht hat. – Wenn überhaupt! - Es ist scheinbar der Hausverstand, den wir mit unserer Paragrafenverliebtheit in Frage stellen. Aber genau den brauchen wir!

 

Die Errichtung der geplanten Skischaukel Wurzeralm - Höss wäre eine Gewalttätigkeit, die die Betreiber des Vorhabens nicht verantworten können. Arbeit, Einkommen und vielleicht mehr Skifahrer brächte das Vorhaben für die strukturschwache Region im Toten Gebirge sicher. Aber der Einsatz zum Erreichen dieser Ziele ist zu hoch! Für Skipisten und die dazugehörige Infrastruktur sind in unserem kleinen Heimatland schon mehr als genug Naturräume empfindlich ge- und letztlich zerstört worden!

 

Weil das Vorhaben klar als Schnapsidee erkennbar ist, wird es nicht kommen. Nachdenken und andere Konzepte, die mit dem Bestehenden weitgehend auskommen, entwickeln!