"Die Region hat einzigartige Chancen als Natur- und Nationalpark-Region"

Mag. Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes

Der Skigebietszusammenschluss ist aus ökonomischen und aus ökologischen Gründen strikt abzulehnen. Das Tunnelprojekt entspringt einem rückwärtsgewandten Machbarkeitswahn, der immer noch glaubt, mit naturzerstörender technischer Infrastruktur wettmachen zu können, was an wirklicher Zukunftsorientierung in der Pyhrn-Priel-Region verschlafen und versäumt wurde. Und wenn noch so viele Millionen an Steuergeld investiert würden, es wird nie reichen an die großen Skigebiete Westösterreichs heranzukommen.

Stattdessen wird negiert, dass Winterurlauber heute auch Angebote zum Skitouren- und Schneeschuhgehen, zum Langlaufen, zum Winterwandern und für ein echtes Naturerlebnis haben wollen. Der Trend geht klar in diese Richtung. Die Region hat wirklich einzigartige Chancen als Natur- und Nationalpark-Region. Nur diese Chancen müssen endlich genutzt werden – im Winter und im Sommer. Dem Tunnelprojekt, sollte es wirklich realisiert werden, kann man getrost eine Zukunft als Industrieruine am Tropf der Steuerzahler voraussagen. Nicht zuletzt wird der Klimawandel dafür sorgen.


Das Warscheneck ist eines der hochwertigsten und schönsten Naturgebiete Österreichs. Wesentliche Teile sind seit Jahren als Naturschutzgebiet geschützt und bringen auch jede Voraussetzung für ein Europaschutzgebiet mit sich. Und vollkommen zu Recht sieht das OÖ Nationalparkgesetz auch eine Einbeziehung des Warschenecks in den Nationalpark OÖ Kalkalpen vor. Daher: Nationalpark-Erweiterung bis zum Warscheneck statt Zerstörung dieses Natur- und Bergparadieses durch einen Skigebiets-Zusammenschluss.

Wann, wenn nicht jetzt!