"Kurzfristiges Profitdenken zerstört intakte Hochgebirgsnatur"

Dipl. Ing. Edi Koblmüller, einer der erfolgreichsten Alpinisten Österreichs und vor fast 40 Jahren Gründer des Bergreiseveranstalters „Die BergSpechte“

Ähnlich wie der ursprüngliche Seilbahnplan vor vier Jahren wäre eine Realisierung des „Tunnelprojekts“ ein ökologischer Raubbau, bei dem für kurzfristiges Profitdenken einzelner (Geld-)Macher große Teile einer intakten Hochgebirgsnatur irreversibel zerstört würden. Falls diese – auch wirtschaftliche – „Schnapsidee“ Wirklichkeit werden sollte, darf sich unsere Machergeneration auf die Schulter klopfen: wieder ein Stück des Planeten zubetoniert …

 

Der Tunnelplan samt Verbindungsliften nach Vorderstoder ist in Wahrheit ein Retro-Projekt, dessen versprochener Tourismus-Höhenflug einer Fata Morgana gleicht. Die Verbindung der beiden Skigebiete würde nicht einmal 10 Pistenkilometer bringen, was zwangsläufig Fragen nach Sinn und Berechtigung hoher öffentlicher Investitionen (Steuergeld) aufwirft. Unwirtschaftliche Bau- und Erhaltungskosten, schwierige Topografie im Kalkgebirge, aktueller Klimawandel, bedrohte Ökologie, Natur- und Landschaftsschutz, unrealistische Wertschöpfungsprognosen usw. usf. machen das Projekt von Beginn an zur wirtschaftlichen Totgeburt.