"Landschaft hat großen Wert für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen"

Dr. Andreas Ermacora, Präsident des Österreichischen Alpenvereins

Der Druck auf die Natur im Allgemeinen, und die alpine Landschaft im Speziellen, wird immer größer! Selbst Projektideen, die aus guten Gründen bereits verworfen worden waren, werden wieder aus der Schublade geholt – so wie jetzt auch im Warscheneck Gebiet. Anstatt sich mit zukunftsweisenden Strategien für Tourismus und Regionalentwicklung zu beschäftigen, wird an schonungslosem Landschaftsverbrauch festgehalten.

Dabei wird auch vor ausgewiesenen Schutzgebieten nicht mehr zurückgeschreckt und der Wert der alpinen Natur-und Kulturlandschaft laufend in Frage gestellt.

 

Dass eine Region durch solche Eingriffe in das unersetzbare Gut „Landschaft“ als touristischen Atout mittelfristig einen Imageschaden nehmen kann, ist den Erschließern offensichtlich nicht bewusst. Sowohl Einheimische als auch Gäste schätzen sie hoch und haben eine hohe Sensibilität für deren Wert. Vor dem Hintergrund der großen ökologischen Herausforderungen und des Nutzungsdrucks auf den Alpenraum sieht der Alpenverein vor allem den Erhalt landschaftlicher Werte als zentrale Herausforderung unserer Zeit an. Bei Schutzgebieten geht es dabei um die Wahrung des Eigenwertes der Natur wie die damit verbundenen positiven Effekte auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen. Der Österreichische Alpenverein fordert daher eine effiziente Betreuung für rechtlich geschützte Räume.