"Der Markt mit immer weniger Skifahrern und der Klimawandel werden ignoriert"

Herbert Jungwirth, MBA, Landesnaturschutzreferent Alpenverein OÖ

Bei der bisher einzigen Präsentation der Projektwerber merkt man, dass ist der Blick durch die Brille des Investors und dieser ist nicht unbedingt der Blick, welcher für die Region und für die Bevölkerung von Vorteil ist. Abgesehen davon war es eine sehr oberflächliche Darstellung mit sehr wenig Konkretem. Angeblich aus Sorge, die Naturschützer könnten die weiteren Vorschläge und Projektideen zerpflücken, hält man die weiteren Varianten und Details unter Verschluss.

Ein gutes Projekt würden die Naturschützer nicht zerpflücken! Ein wirklich gutes Projekt für die Region, muss auch Kritik der heimischen Bevölkerung und der Naturschützer aushalten. Wir müssen daher davon ausgehen, wir kennen das eigentliche Ende das Ende der Fahnenstange noch gar nicht! Was ist weiters noch angedacht?

 

Verwunderlich ist, wie man den Markt mit immer weniger Skifahrern einfach ignoriert, ebenso den Klimawandel. Während in Tirol zum Jahreswechsel 2014/2015 bedingt durch die notwendige Kunstschneeproduktion die Grenzen der Belastbarkeit eines Stromnetzes erreicht wurden (siehe Tiroler Tageszeitung vom 12.12.2014 *), denkt man am Arlberg schon ernsthaft an eine Kostenbeteiligung der Gastronomie für die Beschneiung nach (siehe Tiroler Tageszeitung vom 21.01.2015*).

 

Die Einbindung der Bevölkerung in das angedachte Tunnelprojekt durch das Warscheneck erfolgte erst, nachdem die Bürger entsprechenden Druck machten. Nicht zuletzt würde der einzigartige Talschluss Unteres Loigistal dabei zerstört werden.