"Tourismuszukunft liegt im sanften Naturtourismus"

Mag. Michael Zika, WWF Österreich

„Wieder einmal wird hier versucht, mit den vermeintlichen Totschlagargumenten wie Schaffung von Arbeitsplätzen und Regionalentwicklung ein Schutzgebiet in den Alpen auszuhebeln. Die Alpen sind wahrlich in starker Bedrängnis, dabei ist es unsere Pflicht - gemäß der Alpenkonvention und der österreichischen und EU-Biodiversitätsstrategie - wertvolle Naturräume zu erhalten und zu schützen oder sogar wiederherzustellen.

Das Warscheneck ist eines der bedeutendsten Naturjuwele Oberösterreichs und zu Recht unter Schutz gestellt. Aus Sicht des WWF ist daher jeglicher Eingriff – egal ob ober- oder unterirdisch – strikt abzulehnen, insbesondere, da es auch ein Wasserschongebiet ist. Anstatt alle paar Jahre eine neue Variante eines nicht-nachhaltigen Zukunftskonzepts für die Region aus dem Hut zu zaubern, die allesamt nicht nur ökologisch bedenklich, sondern auch ökonomischer Unsinn sind, sollten sich die verantwortlichen Personen tatsächlich einmal langfristige Gedanken über die regionalwirtschaftliche Zukunft machen und nicht kurzfristig orientierte Lösungen vorantreiben. Die Tourismuszukunft liegt in der Phyrn-Priel-Region jedenfalls im Sommer und im Winter definitiv im sanften Naturtourismus. Die Politik und die Wirtschaft sollten somit ihre Verantwortung wahrnehmen und anstatt unsinnige, umweltschädigende Sprengungen und Tunnelbauten zu planen, die Erweiterung des Nationalparks Kalkalpen vorantreiben, die gesetzlich festgelegt und bis zum Toten Gebirge umzusetzen ist. Außerdem ist das Gebiet ein potenzielles Natura 2000 Gebiet und könnte durch eine etwaige Nominierung sogar entsprechende Geldmittel für Naturschutzaktivitäten für die Region generieren.“