Gemeinde gegen Asphalt am See

Den Großparkplatz am Schafferteich kann der Liftbetreiber in Vorderstoder vergessen.

Alpenverein und Naturfreunde glaubten Machenschaften bei der geplanten Skigebietserweiterung samt Tunnel unter dem Warscheneck auf die Schliche gekommen zu sein. Ihren Verdacht haben sie bei mehren Infoveranstaltungen vor einem breiten Publikum kundgetan. Mit einem Dringlichkeitsantrag beschloss der Gemeinderat von Vorderstoder im August 2014 im Eilverfahren die Einleitung einer Flächenumwidmung für neue Skipisten. Die Pläne der Abfahrten tauchten dann erst ein Jahr später in einem Zwischenbericht einer Machbarkeitsstudie für die Verbindung der Skigebiete auf Wurzeralm und Höss auf...

Hier geht's zum vollständigen Bericht in den OÖ Nachrichten vom 30.06.2015

Torfehler

Projektwerber umkurvten viel zu lange die Bürger

Kommentar von Hannes Fehringer, OÖ Nachrichten, 30.06.2015


Er rede lieber mit "konstruktiven Leuten", gestand Touristiker Herbert Gösweiner vor der Kamera des ORF-OÖ ein. Das klingt nach Hinterzimmer, verschlossenen Kämmerlein und Machtzirkel, in dem Eier gelegt werden, die man danach der Öffentlichkeit ins Nest legt. Alpenverein, Naturfreunde und andere Projektgegner der geplanten Skischaukel Wurzeralm-Höss samt Tunnel und neuen Pisten haben zwischenzeitlich mit ihren Infoabenden die Hallen gefüllt. In einer Parallelgesellschaft läuft das Projekt bei aller Diskretion weiter. Der Gemeinderat von Vorderstoder hat schon 2014 die Flächenumwidmung für die Trassen eingeleitet und damit das Projekt angestoßen. Das Land prüft daraufhin die Pläne und begutachtet sie im Voraus. Wenn feststeht, was im Behördenverfahren geht, soll in Vorderstoder laut Zusage des Bürgermeisters das Volk befragt werden. Wenn nicht ganz, könnten wesentliche Teile des Projektes an der Urne scheitern. Warum? Weil die Betreiber zu lange einen Bogen um die Bürger gemacht haben.