Ausverkauf der Berge - Wie geht es den Einheimischen in Kitzbühel und Lech am Arlberg?

Die ORF-Sendung "am Schauplatz" nahm die Auswirkungen des intensiven Winterschitourismus in Kitzbühel und Lech am Arlberg auf die Bevölkerung unter die Lupe. Während für die Millionäre die schönsten Lagen der Orte verbaut werden, bleibt dem alteingesessenen Gemeindebürger gerade einmal ein Platz im sozialen Wohnbau am Rande von feuchten Wiesen. Der Unmut steigt, vor allem deshalb, weil die millionenteuren Appartements nur ein paar Tage pro Jahr genutzt werden. In einzelnen Ortsteilen gibt es bereits so viele Ferienhäuser und Wohnungen, dass außerhalb der Skisaison kaum ein Fensterladen offensteht.

Blühen den Pyhrn-Priel-Gemeinden ähnliche Entwicklungen? Bei der ORF-Wahlfahrt in Hinterstoder betonten alle Politiker, dass es für Einheimische zunehmend schwieriger wird, leistbare Baugründe zu bekommen. Sind das erste Anzeichen? In Vorderstoder sind 2-3 neue Hotelprojekte auf der grünen Wiese geplant - ebenfalls erste Schritte in diese Richtung...

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Kommentare: 6
  • #1

    le soleil (Freitag, 04 September 2015 15:41)

    Die Einheimischen wohnen auf der Schattseite, die, die sich's leisten können, wohnen auf der Sonnseite ...

  • #2

    le soleil (Freitag, 04 September 2015 15:49)

    Hohe Grundstückspreise und Luxusbauprojekte
    Ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in Österreichs Nobelskiorten ist begehrt. In Kitzbühel entstehen immer mehr Resorts, Chalets und sogenannte Town Houses. Gekauft werden diese Immobilien von Millionären aus aller Welt. Die Grundstückspreise explodieren, alleine der Baugrund kann dann schon einmal 6000 bis 8000 Euro pro Quadratmeter kosten.

  • #3

    Warscheneck-1 (Freitag, 04 September 2015 15:50)


    Leerstehende Ferienhäuser außerhalb der Saison
    Für den Einheimischen wird die Situation immer schwieriger. Während für den Millionär die schönsten Lagen der Orte verbaut werden, bleibt dem alteingesessenen Gemeindebürger gerade einmal ein Platz im sozialen Wohnbau am Rande von feuchten Wiesen. Der Unmut steigt, vor allem deshalb, weil die millionenteuren Appartements nur ein paar Tage pro Jahr genutzt werden. In einzelnen Ortsteilen gibt es bereits so viele Ferienhäuser und Wohnungen, dass außerhalb der Skisaison kaum ein Fensterladen offensteht.

  • #4

    Wurzeralm-Sepp (Freitag, 04 September 2015 15:51)

    Keine Lösung in Sicht?
    Die Politik steht dem grassierenden Luxusimmobilienboom weitgehend ratlos gegenüber. Gesetzlich verankerte Regelungen, die verhindern sollen, dass wenig genutzte Ferienbleiben überhand nehmen, werden meist geschickt umgangen.

  • #5

    Sepp Friedhuber (Freitag, 04 September 2015 16:38)

    Überall das Gleiche, wenn auch die Dimensionen unterschiedlich sind. Im Nachhinein ist nichts mehr zu korrigieren, ob das Schipisten mit allen sommerlichen Grauslichkeiten sind (Siehe Hutterer Böden, Feuerkogel etc.) oder der Ausverkauf der schönsten Flecken.
    Die Bürger der Pyhrn Priel Region, vor allem die Menschen in Vorderstoder haben die Chance, am 27.9.2015 die Richtung zu bestimmen.
    Versprochen wird viel, gehalten meistens wenig. Beispiele in der Region gibt es genug.

  • #6

    Christine Zauner (Montag, 07 September 2015 08:57)

    Lech, Kitzbühl, Zürs spielen in einer anderen Liga als Vorderstoder.
    Und doch zeigt sich in diesem Bericht wo der Weg hinführt, wenn sich ein Ort dem Massentourismus verschreibt.
    Die Bürgerliste BERGauf in Vorderstoder lehnt jede Anbindung an ein Schigebiet ab. Wir wollen einen anderen Weg gehen. Unser Ziel ist ein naturverträglicher Ganzjahrestourismus, der dem Einheimischen und dem Gast erlaubt, ein sinnerfülltes Leben zu führen.
    Die Vorderstoderer entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen!