Geldvernichtung: Machbarkeitsstudie für Tunnel verschlingt 144.000 Euro

Bisher wurden für die Machbarkeitsstudie 144.000 Euro frei gegeben, zum Teil auch Steuergelder - für die Planung eines Tunnels, den eigentlich keiner wollte

Der Tunnel ist wegen Unwirtschaftlichkeit, Unfinanzierbarkeit und weitreichender Naturzerstörung vom Tisch. Genau das sind die Argumente der Alpinvereine und Naturschutzorganisationen, wofür deren prominentesten Vertreter ständig vom Tourismusobmann Herbert Gösweiner und verschiedenen politischen Vertretern massiv angegriffen und abqualifiziert wurden. Zurück bleibt ein bitterer Nachgeschmack, kostete doch die dafür notwendige und immer noch nicht veröffentlichte Machbarkeitsstudie bisher 144.000 Euro. "Außer Spesen nichts gewesen", könnte man zusammenfassen.


Dabei dröhnte BM Wallner zu Jahresbeginn "der Tunnel wäre die einzig machbare Lösung und es gäbe eine breite Unterstützung für das Projekt". Sein Amtskollege aus Vorderstoder, Gerhard Lindbichler, sah im "Tunnel ebenfalls die letzte Chance". Wenige Monate später, ist alles ganz anders, keiner war jemals vom Tunnel überzeugt, auch Tourismusobmann Herbert Gösweiner will sich nie "auf den Tunnel versteift haben". Gleichzeitig wird er nicht müde, dem Landeshauptmann und BM Wallner für die klaren Worte noch vor der Wahl zu danken. Das war wohl seine Reaktion auf den Offenen Brief, den wenige Tage zuvor die 'Freunde des Warscheneck' an die politischen SpitzenkandidatInnen der OÖ Landtags- und der Gemeinderatswahlen richteten, um Antworten zur touristischen Weiterentwicklung der Pyhrn-Priel-Region zu erhalten. Doch die Projektbetreiber wollen nicht zur Auflösung des Verwirrspiels beitragen. Vielmehr ließ Tourismusdirektor Thomas Scholl am 9. September über eine sehr teure Wiener PR-Agentur ausrichten, "es gäbe weder konkrete Planungen, noch ein konkretes Projekt". Außerdem empfahl er den politischen VertreterInnen, "die Fragen nicht zu beantworten".

Pistenbau bedeutet immer Naturzerstörung
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