Mit Alkohol auf Stimmenfang

Neben unseriösen Mitteln und dieser Karte werben WKO Kirchdorf und der Tourismusverband für den Skigebietszusammenschluss
Neben unseriösen Mitteln und dieser Karte werben WKO Kirchdorf und der Tourismusverband für den Skigebietszusammenschluss

Vergangenes Wochenende zeigte, mit welchen Mitteln die Befürworter um den Skigebietszusammenschluss kämpfen: 

 

So gab es auf der Höss eigene Schirmbars, wo junge ÖVPler Skifahrer zu einem Schnapserl einluden, um von ihnen Unterschriften pro Skischaukel einzusammeln. Überrumpelt und mit Alkohol gedopt, ließen sich viele sogar beim Einwurf in die Stimmbox ablichten ....

 

Ein weiterer Besucher berichtete, dass er nebst hunderten anderen Wartenden am Platz vor der Wurzeralm-Kasse gefragt wurde, ob er für eine Schischaukel sei und ob er das mit einer "schnellen" Unterschrift unterstützen würde. Auf seine Bemerkung, dass die Schischaukel mitten durch ein Naturschutzgebiet führen würde, meinte der Typ, dass davon eh nur 0,5% betroffen wären und diese Flächen woanders wieder dazukommen würden. Wegen des Naturschutzes soll man sich daher keine Gedanken machen, das passt schon... "Ich habe natürlich nicht unterschrieben, aber die Karte mitgenommen, um mir die - laut Aussage des Typen - noch gar NICHT vorhandenen/fertigen Pläne vor einer etwaigen (sicher nicht) Unterschrift anzusehen.

Ich finde das eine Schweinerei, für nicht existenten Pläne, auf überfallsartige Art, Unterstützungserklärungen zu erbetteln!"

Hier eine weitere Reaktion:

"Ewige Fragen und Aktionen zum Thema Schigebietserweiterung "Hinterstoder und Wurzeralm" nerven schön langsam! Dachte das Thema sei endgültig abgehandelt und abgelehnt worden. Da stehen doch tatsächlich Leute mit einer Umfrage/ Petition PRO Gebietserweiterung bei Eiseskälte, bei der Talstation in Hinterstoder und nötigen Schifahrer mit SCHNAPS zu einer Unterschrift. Sieht man mal welche primitive Vorgehensweise in deren Reihen bevorzugt wird! Die einzige Frage die ich mir dabei immer wieder Stelle ist wie folgt: Kommt der Schifahrer nach Hinterstoder auf die Höss bzw. nach Spital am Pyhrn auf die Wurzeralm um dort Schi zu laufen oder um LIFT und GONDEL oder an herrlichen, sonnigen Wintertagen, durch einen geplanten TUNNEL zu fahren. Wie beschränkt muss man eigentlich sein, um dieses bauliche Vorhaben und den Eingriff in die Natur, wegen einigen ganz wenigen PISTENKILOMETERN gut zu heißen? Wirtschaftliche Denkweise und zukunftsorientiertes Handeln sieht meiner Meinung nach ANDERS aus. Dies ist aber der "Dornrösschenschlaf" der in dieser Region vor langer Zeit schon angefangen hat und immer noch anhält. Wünsche noch einen angenehmen weiteren Schlaf und der Führung dieses Vorhabens ein ehest mögliches ERWACHEN!!!"