Nachteile für die Lebens- und Erholungsqualität

Das Gebiet zwischen Schafferteich und Bergrettungshütte verkommt während der Bauphase zu einer riesigen Schutthalde. Tonnen von Baumaterial und Beton sowie der Abraum müssen transportiert werden. Tausende LKW-Fahrten während der Bauzeit von 3 bis 4 Jahren belasten die Bewohner in Roßleithen und Vorderstoder. So hat man bspw. für den Bau des 3,3 km langen Tunnels am Kitzsteinhorn 2,5 Jahre Bauzeit gebraucht. Dazu kommt, dass das Bauen im Karst von geologischen Unabwägbarkeiten aufgrund des riesigen Höhlensystems und der unterirdische Wasserführung geprägt ist.

Baustelle Tunnel Mühlviertel
Baustelle Tunnel Mühlviertel

Auch daran sollten die Bewohner des Stodertals denken:

 

Der Tunnel ist ja angeblich dar zeitlich letzte Bauteil; wenn nun der Bau des Tunnels drei bis 4 Jahre Zeit braucht und in dieser Zeit wohl niemand am Schafferteich parken kann, wo parken in dieser Zeit dann die Autos? Direkt im Ort?

 

Nach der Bauzeit, wenn der Baulärm vorüber ist, wälzen sich während der Skisaison Blechlawinen durch die engen Täler, um die geplante 1.600 Parkplätze beim Schafferteich zu füllen (rund 36.000 m²) - abermals Lärm und Dreck - statt der jetzt zu findenden Ruhe und Frische. Gleiches Szenario ein paar hundert Meter weiter: In der Schling an der Mautstraße sollen noch einmal 30.000 m² neue Parkflächen entstehen. Im Gegensatz dazu weist der bestehende Parkplatz in Hinterstoder insgesamt 46.000 m² Fläche auf. Im Endausbau bedeutet das mit den beiden neuen Parkplätzen ein Verkehrsaufkommen um mehr als das Doppelte!

 

Im Sommer aber, schauen Bewohner und Gäste gleichermaßen auf die leeren Parkplätze, auf die braun-grauen Bänder der Skipisten, die erst später grün werden, weil der verdichtete Kunstschnee später schmilzt und damit die Vegetationsphase bremst. Man gräbt mit der entstellten Landschaft dem Sommertourismus das Wasser ab...

 

Doch richtig: Die Betreiber argumentieren, dass sie für die Sommergäste ein neues Angebot schaffen - diese können im Sommer mit der Tunnelbahn in kürzester Zeit in das Frauenkar hinauffahren. Aber was ist dann mit der Wurzeralm-Standseilbahn? Ist die auch in Betrieb oder nur mehr am Wochenende? Noch dazu, wo im westlichen Talschluss auch die Auffahrt auf die Hutterer Böden bis hinauf zu den Schafkögeln möglich ist.