Leserbriefe

Die Skischaukel als Schnapsidee

Die Reaktionen von Bürgermeister Wallner und Tourismusdirektor Scholl (siehe OÖN vom 15.04.2016 „Heftiger Streit um geplante Skischaukel“) auf die Forderung nach einem sofortigen Planungsstopp belegen eindrucksvoll unseren Befund, dass wichtige regionale Funktionsträger derart in ihre Skischaukel-Pläne verstrickt sind, dass sie die eigentlichen Chancen der Pyhrn-Priel-Region nicht mehr erkennen können oder wollen...

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Prominente Unterstützung

Die Gefahr ist noch lange nicht gebannt, denn die Drehscheibe Loigistal – Höss ist nicht vom Tisch: 

Im Juni 2015 wurden in einem Newsletter des Tourismusverbandes Pyhrn-Priel alle Mitgliedsbetriebe der Region, die beiden Sprecher des Mollner Kreises – Sepp Friedhuber (Naturfreunde OÖ) und Herbert Jungwirth (Alpenverein OÖ) als „selbsternannte Experten“ bezeichnet, welche einer artfremden Tätigkeit nachgehen und deren Aussagen man daher keinen Glauben schenken sollte.

 

Verantwortlich für diesen Rundumschlag zeichnete der Obmann des Tourismusverbandes, Herbert Gösweiner. Aber auch weitere lokale Politiker verwendeten diese Formulierung. Anlass dafür waren unsere negativen Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit und der von uns abgelehnte massive Eingriff in die Natur, die bei einer Skigebietsverbindung mittels Tunnel die Folge wären. Ist doch ein Großparkplatz für 1600 Fahrzeuge in einem der schönsten Talschlüsse des Warschenecks im Nahbereich des Schafferteiches geplant.

 

Dann kam Anfang September aus dem Büro des Landeshauptmannes eine klare Aussage zu diesen Plänen. „Der Tunnel ist wirtschaftlich nicht darstellbar und in Zeiten wie diesen auch nicht finanzierbar", wie der Landeshauptmann betont. Darüber hinaus sei "der Eingriff in die Natur zu stark.“

 

Es freut uns natürlich, dass der geschätzte Landeshauptmann zu den gleichen Erkenntnissen gekommen ist, wie die „selbsternannten Experten“ des Mollner Kreises. Die logische Konsequenz wäre nun, dass die Gemeinde Vorderstoder den mehr als bedenklichen Widmungsbeschluss, in welchem die genannten Parkplätze usw. ersichtlich sind, aufhebt. Nicht zuletzt schreibt auch der amtierende Bürgermeister von Vorderstoder: „Der Tunnel und die Parkplätze hinter dem Schafferteich sind vom Tisch“.

Wir sind daher auf die Entscheidungen des Gemeinderates von Vorderstoder nach der Wahl sehr gespannt und werden den weiteren Verlauf genau beobachten. Ansagen vor der Wahl, sollten auch nach der Wahl gelten.

 

Herbert Jungwirth, MBA

Naturschutzreferent Alpenverein OÖ


Warscheneck: Die Gefahr ist noch nicht gebannt

 Die Gefahr ist noch lange nicht gebannt, denn die Drehscheibe Loigistal–Höss ist nicht vom Tisch:

 

1600 Pkw- und 60 Busparkplätze hinter dem Schafferteich sind nach wie vor in Planung. Den unrealistischen Tunnel hat man großzügig geopfert, um zu bekommen, was man tatsächlich will! Putzig, dass der Herr BGM Wallner nie für den Tunnel war, dazu gibt es andere Aussagen! Auch das Jugendheim Lindenhof des Herrn Schürer soll ohne Verbindung nicht überleben können? Zwei Drittel der Bevölkerung ist laut Schürer vom Tourismus abhängig, laut Masterplan 2020 ist der touristische Beschäftigungsanteil in der Pyhrn-Priel-Region bei 7,6 Prozent! So gehen die verantwortlichen Lokalpolitiker und Touristiker mit Fakten um, nur um fragwürdige, naturzerstörerische Projekte im Sinne Schröcksnadels durchzuboxen!

 

Prof. Mag. Josef Friedhuber, Ansfelden

Leserbrief OÖ Nachrichten, 05.09.2015

Blick vom Stoderer-Weitblick-Wanderweg ins Loigistal
Blick vom Stoderer-Weitblick-Wanderweg ins Loigistal

Noch ist der Blick vom Stoderer-Weitblick-Wanderweg ungetrübt: Doch geht es nach den Tourismusverantwortlichen der Pyhrn-Priel-Region, werden hier bald Bagger auffahren, um neue Skipisten und Seilbahnanlagen zu errichten. Auch wenn BM Lindbichler jetzt 'großzügig' verspricht, auf Parkplätze am Schafferteich zu verzichten. Das könnte auch als Versuch gewertet werden, um nicht zu viele Stimmen an die neu gegründete Bürgerliste in Vorderstoder zu verlieren ...


Skigebietserweiterung

Am 27. September wird in Oberösterreich gewählt. Nach Auskunft des Amtes der oö. Lndesregierung wird am eingereichten Projekt der Flächenumwidmung mit Untertunnelung des Warschenecks, dem Riesenparkplatz für 1600 Pkw und 60 Bussen im Loigistal samt sechs Meter breiter Zufahrtsstraße samt Zerstörung des Uferbereiches des Naturjuwels Schafferteich und so weiter.... mit Hochdruck gearbeitet (sic!)

Bis Ende Oktober soll angeblich diese behördliche Vorprüfung dieses Monsterplanes abgeschlossen sein. Was wird uns nach der Wahl blühen? Kommt die unverantwortliche Naturzerstörung?

 

Bei der am 10. August stattgefundenen, vom Radio OÖ ausgestrahlten Sendung im Rahmen von "Mein Sommerradio" über den prachtvoll gelungenen Stoder-Weitblick-Wanderweg samt imposanter Aussichtsplattform hat sich ja wiederum gezeigt, dass fast alle befragten anwesenden Wanderer eine Zerstörung dieses Erholungsgebietes, das so viele Naturliebhaber aus Nah und Fern begeistert, ablehnen!


Sechs der sieben wahlwerbenden Parteien geben sich bedeckt und schweigen beharrlich zu diesem Thema. Warum? Was wollen sie uns verbergen? Will man die demokratische Volksentscheidung aller Oberösterreicher/innen verhindern, weil man vielleicht schon Herrn Schröcksnadel schon zu viel versprochen hat? Oder will man die Wurzeralm "sterben" lassen? Fragen über Fragen, auf die uns die Politik die Antworten vor der Wahl schuldig bleibt!


Ing. Hans Quatember, Traun

Leserbrief OÖ Nachrichten, 17.08.2015


Weitblick

Betrifft Interview mit Gerlinde Kaltenbrunner

Sie weiß, wovon sie spricht, und hat es auf den Punkt gebracht. „Die erträgliche Grenze der technischen Erschließung ist längst überschritten.“ Richtig wäre eine längst fällige Erneuerung veralteter Aufstiegshilfen auf der Wurzeralm, einen qualitativen Ausbau eines bereits vorhandenen Ski- und Wandergebietes in einer der schönsten Gegenden unseres Bundeslandes. Nicht eine Zerstörung für eine wahnwitzige Verbindung von der Höss auf die Wurzeralm durch einen Tunnel.

Solche Pläne können nur vom Schreibtisch aus von Bürgermeistern, Liftbetreibern und Tourismusmanagern entstehen. Da hat eine erfolgreiche, welterfahrene Gerlinde Kaltenbrunner einen größeren Horizont und Weitblick.

 

Rudolf Lintner, Linz

Leserbrief OÖ Nachrichten, 26.04.2015


Nicht konkurrenzfähig

Hinterstoder und die Wurzeralm sind durch die Autobahn schnell erreichbare (Tages-)Skigebiete für den Großraum Linz, Wels, Steyr. Auch die Tschechen nutzen gerne die schnelle Verbindung aus ihrem Land.

Aber alleine durch die Höhenlage können Hinterstoder und die Wurzeralm nicht mit anderenSkigebieten in den hochalpinen Gebieten in Österreich mithalten. Und durch einen Verbindungstunnel beider Gebiete wird die Qualität des Skigebiets in keiner Weise gesteigert. Noch dazu müssen drei Verbindungslifte zusätzlich gebaut werden. Die skifahrerische Freude hält sich bei ihrer Benutzung auch in Grenzen. Außerdem wird durch den Verbund der Skipass nochmals teurer.

Für mich ist diese Region ein wunderschönes Wandergebiet. Gut gekennzeichnete Mountainbikestrecken könnten den Sommertourismus beleben, Familien-Hotels und Erlebnis-Almhütten die wünschenswerten Arbeitsplätze sichern. Nur auf die immer kürzere Skisaison zu setzen, ist tatsächlich kurzsichtig.


Eduard Leitner, Rohrbach-Berg

Leserbrief Kurier, 05.04.2015


Tunnel Warscheneck

Zu der leidigen Tunnelgeschichte möchte ich auf einen besonderen Punkt hinweisen: Oö. Landesgesetz vom
5. Dezember 1996 über die Einrichtung und den Betrieb des Nationalpark "Oö. Kalkalpen". (O.Ö. NPG)

§1 Ziele (2) - Wenn der Nationalpark auf diesen Grundflächen tatsächlich betrieben wird, wird er unter sinngemäßer Anwendung der §§2 und 3 auf die Gebiete der Haller Mauern und des Toten Gebirges erweitert. Punkt.

Bekanntlich liegt das Warscheneck - ein Herzstück des Toten Gebirges - im zukünftigen Nationalpark-Erweiterungsgebiet, also kann man dort keine so großen Baumaßnahmen - wie einen Tunnelbau -betreiben oder man verstößt gegen das O.Ö. NPG. Vielleicht wissen manche Politiker nicht mehr, was sie beschlossen haben!


Leo Enzlberger, derzeitiger Vorstand des Nationalpark-Kuratoriums Oö. Kalkalpen

Leserbrief OÖ Nachrichten, 27.03.2015


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Realitätsverweigerung
Die Argumentation des Tourismusvorsitzenden und Unternehmensberaters Herbert Gösweiner wird immer abenteuerlicher. Da angeblich die von der Öffentlichkeit ferngehaltene Machbarkeitsstudie fertig ist ...
Leserbrief von Prof. Mag. Josef Friedhuber im Kurier vom 08.03.2015
2015-03-08-Kur-LB-Friedhuber-Wurzeralm.p
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Sinnloses Projekt

Betreff: Höss-Wurzeralm; Leserbrief von Herrn Kaplinger

Erfreulich, dass es noch begeisterte Skifahrer wie Herrn Kaplinger gibt; die Freude sollte aber nicht den Blick auf Tatsachen verstellen: Der unübersehbare Klimawandel verbietet schlicht, (auch öffentliches!) Geld in ein außer für Gras-Skifahrer und Tunnelfreunde absehbar sinnloses und umweltvernichtendes Projekt zu stecken. Wir sind nicht in Tirol, und für Normalbürger wird Skifahren nicht mehr leistbar sein, wenn Zigtausende Megawattstunden Strom in die Schnee-Erzeugung fließen müssen. Nachdem mit einer Rendite nicht gerechnet werden kann, wäre es besser, Fördergeld den Bewohnern der Region zufließen zu lassen, als es in Tunnel und künstliche Seen für Schneekanonen zu versenken.

 

Ralf Sigl, Linz

Leserbrief OÖ Nachrichten, 13.02.2015


Volksabstimmung für die Skischaukel

Da auch bei der Volksabstimmung über das Linzer Musiktheater jeder Oberösterreicher, sprich auch jeder Einwohner von Hinterstoder und Vorderstoder mitbestimmen durfte, fände ich es nur würdig und recht, wenn auch das ganze Land über dieses touristische Wahnsinnsprojekt mit abstimmen darf.

 

Würde man die Zeichen der Zeit ein bisschen besser zu deuten verstehen, so sollte man das kleine beschauliche Stodertal doch besser als Ort des sanften Tourismus platzieren. Tourentourismus und die Sehnsucht nach Natur boomen und werden in vielen Gegenden schon als Chance erkannt und dementsprechend forciert. Skifahren ist kein Massensport mehr und wird es mit Sicherheit auch nicht mehr werden.

 

Massentourismus hat einer Gegend noch selten gut getan und wird in diesem kleinen schönen Flecken Oberösterreichs mit Sicherheit auch nicht funktionieren. Kaum ein touristisches Mammutprojekt, welches so offensichtlich am Zeitgeist und am Bedürfnis der Menschen vorbeigedacht wurde wie hier.

 

Michael Reif, Linz

Leserbrief OÖ Nachrichten, 08.02.2015


zu "Wild gewordene Ski-Industrie", Kommentar von "Sonnkogel", 04.02.2015, 10:03 Uh, nachrichten.at


Wo ist der Aufschrei?

Den Beitrag der Betreiber findet man unter Land & Leute, welchen alle Leser der OÖN haben. Die Beiträge der Naturschützer und deren vieler Verbündeter werden nur im Lokalteil Steyrzeitung abgedruckt, wodurch viele OÖ. nicht über die Aktivitäten der Naturschützer informiert sind. Damit müssen wir leben.


Wild gewordene Ski-Industrie

Mit ungläubigem Entsetzen las in den OÖNachrichten, dass in Vorderstoder beim Schafferteich 1600 Parkplätze errichtet werden sollen.  Haltet um Gottes Willen diese wild gewordene Skiindustrie auf und verhindert die unwiederbringliche Zerstörung dieses einzigartigen Naturjuwels und des schönsten Naturschutzgebietes Oberösterreichs. Wo ist bitte der Aufschrei der Naturschützer und einschlägigen Interessenvertretungen?


DI Karl Plötzl, Ottensheim

Leserbrief OÖ Nachrichten, 03.02.2015


Verschwendung
Geldnot an allen Ecken und Enden, trotzdem finden sich genügend Leute, welche glauben, den  Staatssäckel mit skurrilen Ideen schröpfen zu können. Beispiele gefällig? Skigebiet Pyhrn-Priel: Kosten mindestens 150 Millionen Euro. Die Zusammenführung der beiden bereits jetzt gut funktionierenden Skigebiete Wurzeralm und Hinterstoder ist ein Fantasieprojekt, welches sich in Anbetracht der bevorstehenden Klimaveränderung nie rechnen wird, da die zusätzlichen Skilifte durchwegs in den zu erwartenden schneearmen Gebieten liegen. Sandstrand vor dem Brucknerhaus: Um mindestens 100.000 Euro soll ein Badestrand entstehen. Diese Schnapsidee einiger Politiker in der Stadtregierung wird sich spätestens dann als solche erweisen, wenn die täglichen Reinigungskosten (siehe
Aussichtsplattform Pöstlingberg) zum öffentlichen Ärgernis werden.

 

Friedrich Michalicka, per E-Mail

Leserbrief OÖ Nachrichten, 28.01.2015


Böse Ahnung
In einer Machbarkeitsstudie wird das Großraumskigebiet Wurzeralm-Hinterstoder-Vorderstoder als unproblematisch dargestellt. Ganz im Sinne derer, die die Studie beauftragt haben. Das ist meist so, meine ich. Das Finanzierungsmodell fehlt noch. Gerade dieses sollte aber vorgelegt werden, und zwar so klar, dass jeder Mensch ablesen kann, wer das Monster bezahlt. Dass es fast zur Gänze die Steuerzahler sein würden, ist eine böse Ahnung. Vermutlich werden Herr Schröcksnadel und die anderen Interessenten ihre Konten nicht belästigen. Wenn man den Leuten zuhört, dann spielt eine klare Offenlegung der Finanzierung – neben den Naturschutzbedenken – eine wesentliche Rolle. Die Argumentation „Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsplätze“ wird die notwendige Investitionssumme ad absurdum führen!


Erich Dirngrabner, Molln

Leserbrief OÖ Nachrichten, 28.01.2015


Gefährliche Durchlöcherung
Das Warscheneck gehört zu den landschaftlich schönsten Gebieten der oberösterreichischen Kalkalpen und ist eine der bedeutendsten Karstlandschaften Europas. Das Gebiet steht seit 2008 unter strengstem Naturschutz! Nunmehr soll angrenzend ein zerstörerisches Skigebiet über die Köpfe der Bevölkerung hinweg überfallsartig durchgedrückt werden. Dieses Projekt ist die größte Herausforderung an den Naturschutz im alpinen Raum in Oberösterreich. Es ist der Bevölkerung bekannt, dass die Politik angeblich intensive Geheimgespräche mit ÖSV-Präsident Schröcksnadel führt. Im Bereich der Gemeinde Vorderstoder formiert sich bereits eine vehemente Protestaktion. Schröcksnadel und Co. wollen das Warscheneck mit einem Tunnelprojekt vom Schafferteich aus hinauf zum Fauenkar "durchlöchern" und somit dieses hochsensible Naturschutzgebiet einschließlich dem Loigistal zerstören. Da der Dachsteinkalk des Warscheneckstockes höhlendurchsetzt ist, würde die Sprengung eines Tunnels die Wasserwege in diesem ausgewiesenen Wasserschongebiet gefährden. Eingriffe in das hochsensible Karstwassersystem könnten unvorhergesehene Veränderungen bei unterirdischen Fließrichtungen verursachen. Zudem kommt aus diesem Bereich auch die Wasserversorgung von Vorderstoder und Teile von Roßleithen. Außerdem bestehen im Bereich der Tunnelröhre sehr instabile bergrutschgefährdete Steilhänge. Mein Appell: Die Wasserversorgung als höchstes Gut muss geschützt werden!


Hans Quatember, Traun

Leserbrief OÖ Nachrichten, 27.01.2015


Fragliche Alleinstellung
Bekannterweise gelten Alleinstellungsmerkmale oft als Wettbewerbsvorteil. Ob es sich jedoch bei dem geplanten Projekt, dem Bau einer U-Bahn durch das Warscheneck, um so ein Alleinstellungsmerkmal handelt, ist mehr als fraglich. Anstatt die bestehenden Skiliftanlagen in Hinterstoder und Windischgarsten qualitativ zu verbessern, möchte man hier an die 100 Mio. Euro investieren, um ein paar hundert Meter zusätzliche Skipisten zu schaffen. Wäre die Wertschöpfungskette nicht eine deutlich längere und nachhaltigere, wenn man in die Infrastruktur der gesamten Region investieren würde? Sollte man nicht, wenn man schon so umfangreich investieren möchte, das Nationalparkgebiet in den verschiedenen Tälern mit finanziellen Mitteln ausstatten, um auch hier manches noch in Gang zu bringen? Ganz gleich ob es ein privater Investor oder die öffentliche Hand ist, die dafür tief in die Tasche greifen muss. Bei der öffentlichen Hand sind es unser aller Steuergelder und bei einem privaten Investor kann man davon ausgehen, dass sich ein derartiges Großprojekt auch refinanzieren muss. Dies wird dazu führen, dass in absehbarer Zeit Skifahren noch teurer und kaum mehr leistbar sein wird. Ein kleines, aber feines und auch leistbares Skigebiet für die vielen Familien in unserem Land wäre durchaus auch ein Denkmodell. Zu den Top-Skidestinationen in Österreich würde man auch mit dem geplanten Großvorhaben nie aufschließen können. Zu guter Letzt stellt sich mir die Frage, was sich wohl dabei die Verantwortlichen Entscheidungsträger, Behörden und Politiker denken. Als begeisterter Skifahrer weiß ich aus vielen Gesprächen mit Wintersportlern, dass sie der derartig geplanten Skigebietserweiterung sehr skeptisch gegenüberstehen. Ich habe noch keine Handvoll Wintersportler getroffen, die von diesem Projekt begeistert sind. Bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen relativ rasch zur Einsicht gelangen.


Josef Illecker, Konditormeister, Molln

Leserbrief OÖ Nachrichten, 21.01.2015


Tunnel Wurzeralm
Hier geht es nicht um den sinn- und einfallslosen Badestrand vorm Linzer Brucknerhaus, wo sich die
beiden großen Parteien beeindruckend schnell zusammenfanden, sondern darüber, wer sich’s bei den
nächsten Landtagswahlen beim Wählervolk am wenigsten verscherzen möchte. Da halten sich unsere Politiker vornehm abwartend, um darüber Stellung zu beziehen, feige zurück. Die Wähler werden es hoffentlich honorieren.

 

Rudolf Lintner, Linz
Leserbrief OÖ Nachrichten, 20.01.2015


Verhinderer?

Die Stellungnahme von DI Herbert Gösweiner zur Skigebietserweiterung auf die Wurzeralm in ORF 2 war völlig unqualifiziert bzw. nicht den Tatsachen entsprechend. Wenn er behauptet hat ... „es sind immer die Gleichen ... die dann als Verhinderer auftreten“, möchte ich ihn aufklären!

 

Von den Personen aus Vorderstoder, die mit den Vertretern von Alpenverein und Naturfreunden bei den ORF-Aufnahmen anwesend waren, ist kein Einziger „Verhinderer“. Jeder der dort Anwesenden opfert regelmäßig seine Freizeit und arbeitet unzählige Stunden für ein lebenswertes Vorderstoder.

Diese Personen sind dafür verantwortlich, dass wir eine gesunde Gemeindestruktur haben, ein eigenes Lebensmittelgeschäft (welches schon viele Auszeichnungen und Prämierungen erhalten hat) durch Pro Vorderstoder, 55+, Gesunde Gemeinde, einen familienfreundlichen sanften Tourismus etc.

Ich war letzten Donnerstag bei den Aufnahmen nicht anwesend, fühle mich durch seine Aussage aber im höchsten Maß beleidigt und angegriffen – so denken viele in unserem Ort.

 

OSR Prof. DI. Christiane Holter, Vorderstoder

Leserbrief OÖ Nachrichten, 14.01.2015