Zuschriften an uns

Täglich erreichen uns besorgte Anfragen und auch erboste Stellungnahmen zu dem geplanten Projekt. Hier ein Auszug daraus.

Die Idyllie am Schafferteich zu Beginn des Loigistals ist durch eine 6m breite Straße und Parkplätze für 1600 Autos gefährdet.
Die Idyllie am Schafferteich zu Beginn des Loigistals ist durch eine 6m breite Straße und Parkplätze für 1600 Autos gefährdet.
Warum lässt man die Katze nicht aus dem Sack?
 
Das Thema Schigebietserweiterung Hinterstoder-Vorderstoder-Wurzeralm darf auch wegen kommenden Wahl nicht todgeschwiegen bzw. für politisch obsolet erklärt werden. Diese Vorgangsweise der verantwortlichen Politiker ist demokratiepolitisch mehr als fragwürdig.
Sehr viele Bewohner und Liebhaber aus nah und fern dieses Alpenjuwels "Pyhrn-Priel" sind aufgebracht und haben die Nase langsam voll, weil sie keine ausreichende Information über die weitere Vorgangsweise für dieses Projekt erhalten bzw. nicht in die Entscheidungsprozesse ausreichend eingebunden werden. So was nennt man “Steinzeitpolitik” und nicht Bürgernähe! Noch dazu, wo die SteuerzahlerInnen alles zu berappen haben, wenn dieses Projekt für Herrn Schröcksnadel schief gehen würde. Beispiele hierfür liegen ja zur Genüge vor.
In der neuesten Ausgabe “Pyhrn–Priel” wird mit einem wunderschönen Foto des europaweit bekannten Highlights Schiederweiher geworben. Kann man sich da am Ufer eine 6m breite öffentliche Straße zu einem Parkplatz für 1600 PKWs zusätzlich noch entsprechend vieler Autobusse vorstellen? Natürlich Nein!! Aber beim Schafferteich schon?
Ich habe bezüglich dieser unwiederbringlichen Naturzerstörung am Ufer des Schafferteiches mit Herrn LH-Stellvertreter Hiesl Kontakt aufgenommen. Seine lapidare schriftliche Antwort war: Er ist als LR für ca. 6000km Straßen in Oberösterreich zuständig, aber nicht für diese. Denn hierfür ist nur die Gemeinde Vorderstoder zuständig. Also, ist das eine Antwort eines der ranghöchsten ÖVP-Politiker Oberösterreichs? Erst wähnt er sich als Landesrat nicht zuständig und gleichzeitig vertritt er die maßgebliche politische Kraft in diesem Land, wenn es um dieses Projekt geht. Es möge jeder seine Schlüsse daraus ziehen!
Auch bei meine Vorsprache beim LR Dr. Strugl, der für viele maßgebliche Bereiche dieses Projektes zuständig ist, bekommt man keine zufriedenstellende Antwort. Ich habe Herrn Dr. Strugl auch gesagt, dass man nicht weiß, wie lange sich viele Teile der Bevölkerung dies noch gefallen lassen werden. Denn sie erwartet sich in jeder Projektphase grundsätzliche Stellungnahmen der Politik wie es z.B. “Die Grünen” aber auch die SPÖ praktizieren.
Bei den anderen Parteien gibt es immer den Hinweis: Wir haben keine Unterlagen, wissen nichts und außerdem haben wir sowieso kein Geld und vor der Wahl möge man uns überhaupt damit in Ruhe lassen....... also, so kann man meiner Meinung das Wahlvolk nicht abspeisen!
Warum wird der Masterplan nicht fertig gestellt bzw. aktualisiert, weiters die Machbarkeitsstudie und Kosten-Nutzen-Analyse, ein Business Case usw.? Alles Dinge, die von der Politik mit ihrem Beamtenapparat a priori sehr leicht und schnell als Vorüberprüfung ohne viel Aufwand bewerkstelligt werden könnten, die aber offensichtlich nicht will.
Die Kosten sind derzeit lt. Homepage vom Tourismusverband Pyhrn-Priel im Masterplan Seite 32 für das Starterprojekt Erweiterung Schigebiet nach Vorderstoder mit 40 Mio. beziffert. Daraus ergeben sich Gesamtkosten für das derzeit vorliegende Projekt einschließlich Tunnel von realistisch geschätzt von ca. 150 Mio. Dies können die verantwortlichen Politiker von ihren Beamten jederzeit sehr leicht überprüfen lassen! Vorausgesetzt, es ist der Wille dazu vorhanden. Das wäre ja alles auch im Sinne der Verwaltungsvereinfachung und Kostenersparnis. Je früher man weiß, dass das Projekt in die falsche Richtung geht, umso geringer werden die unnützen Planungskosten usw.
Mir geht es ausdrücklich nicht darum meine Ansicht als einzig richtige hinzustellen. Es geht mir um eine friedliche, gemeinsame und sachorientierte Lösung, die allen Belangen vor allem für die Bevölkerung dieses Gebietes unseres schönen Heimatlandes gerecht wird! Aber die Politik wäre aus demokratischen Gründen verpflichtet, eine umfassende Information Zug um Zug bei der Projektentwicklung bzw. über das laufende Geschehen “hinter den Kulissen“ der Bevölkerung bekannt zu geben!
Aber wie jetzt vorgegangen wird muss man sagen:
Summa summarum entscheidet so wie es jetzt ausschaut alleine die Politik nach der Wahl gemeinsam mit Herrn Schröcksnadel. Die Bevölkerung ist wie immer nur die Staffage, die alles zu bezahlen hat, bei diesem Vorgang!
Traurige Demokratie!!!
 
Hans Quatember, Traun
per E-mail

Ski(ver)schaukelung am Warscheneck


Begeistert fahre ich, seit ich fünf Jahre alt bin, nach Hinterstoder skifahren (das sind immerhin 50 Jahre).

Begeistert gehe ich im Sommer auf`s Warscheneck, immer wieder. Ein kleines, feines Skigebiet, genauso die Wurzeralm, beide könnten ganz und gar dem Familienskilauf und dem Trendsport Tourengeher gewidmet

werden.... Diese Marktlücke erkennt keiner, die Gastronomie hat sehr wohl sehr viel von diesen ungeliebten Lästlingen, wie sie von Touristikern und Liftbetreibern gesehen werden. Dann sehe ich in den OÖN diesen irrwitzigen Plan einer Tunnelverbindung durchs Warscheneck. Gehört habe ich schon öfter davon, habe es für einen schlechten Scherz gehalten, aber jetzt habe ich wirklich Angst, dass die Selbstprofilierung und Realitätsverweigerung von Schröcksnadel, Gösweiner und CO siegt. Machbar heißt nicht vernünftig, nicht

ökologisch, nicht ökonomisch! Unverzeihlich, in dieser Höhe auf eine Schischaukel um viiiiel Geld zu setzen. An der Grafik in den OÖN sieht man doch die ganze Lächerlichkeit dieses Projekts! Nur leider, lächerlich sind weder die Kosten noch die Mißachtung des Naturschutzes. Ich möchte hiermit deponieren, dass ich dieses Erholungsgebiet nicht mehr besuchen werde, wenn dieser Irrsinn sich durchsetzt. Wird die hohen Herren nicht kratzen, wenn meine Wenigkeit ausbleibt, aber ich bin mir sicher: ich wäre nicht die einzige, und Skifahrer, die große Gebiete

bevorzugen, richtige Skischaukeln, werden weiterhin nach Schladming, Salzburg und Tirol fahren und sich nicht vortäuschen lassen, dass wegen einer komplizierten, zeitaufwändigen Fahrt mit Gondeln und durch Tunnel

Hinterstoder-Wurzeralm eine Alternative dazu wäre. Das Skigebiet bleibt trotzdem klein, aber dann nicht mehr fein. Machbar ist ja auch ein Weltcup-Slalom von der Gloriette hinunter..........geht`s noch depperter, Herr Prof. Schröcksnadel?


Dr. Ingrid Scherabon, per Email


Schischaukeltunnel Warscheneck


Ob gut fundierte Studien, Expertenmeinungen, untrügliche Zeichen des Klimawandels und Trendwenden, von überwiegenden Meinungen im Bekanntenkreis bis zum unmittelbaren "Bauchgefühl" bei Schneebändern in grüner Landschaft, zeigt sich unverkennbar die Unsinnigkeit bei diesem Schischaukel/U-Bahn/Großprojekt. Ein typischer "Flucht nach vorn" Reflex - nach mehr und größer! Möglichst mit Vollgas bis zum Plafond - obwohl wir längst oben sind.

 

Mehr als bisher gilt es, die Zeichen der Zeit besser zu erkennen und Augenmaß zu entwickeln. In einer Nationalparkregion, in unmittelbarer Nähe von einem Naturschutzgebiet, in einem so typischen Karst und Grünkarstgebiet - mit einem derart großräumigen Erweiterungsprojekt darin zu fuhrwerken, ist ein klares NO GO! Allen voran und beispielhaft ist der breite Schulterschluss der beiden Alpinvereine, Alpenverein und Naturfreunde, die dieses NO GO mit überzeugenden Argumenten bekräftigen und hinaustragen. Das zeigt sich in der wachsenden Abneigung gegenüber diesem Problem-Großprojekt. Doch im schrägen Wunschdenken ist Schneemangel anscheinend längst im Griff. Mit "Snow-farming" als angepeilte Devise! Dabei reizt womöglich ein Verbindungstunnel als "ideales" Schneedepot, quasi mit doppelter Funktion. Dazu noch Speicherteiche, Pumpstationen für das nötige Wasser aus der Steyr und effektivste Batterien der neuesten Generation von Super(Schnee)Kanonen, Dreifachkosten inklusive.... Lassen wir uns nicht verschischaukeln!

Schon gar nicht auf Kosten der Allgemeinheit und der Natur!

 

Alois Lindenbauer, Weyer