Rette die Wurzeralm!

Ausblick von der Bergstation Frauenkar
Ausblick von der Bergstation Frauenkar

Das Skigebiet oberhalb von Spital am Pyhrn träumt vor sich hin. Doch anstatt die Ärmel aufzukrempeln und die dringend notwendigen Erneuerungen in Infrastruktur und "Software" vorzunehmen, lenken die Betreiber ab und verlagern ihre Anstrengungen an einen anderen Schauplatz. Ein Schuss in den Ofen?

Die Wurzeralm liegt im "Dornröschen-Schlaf"

Es ist, als schläft sie, die Wurzeralm. An der bestehenden Infrastruktur nagt deutlich der Zahn der Zeit, sie entspricht kaum mehr den gängigen Standards. Am deutlichsten spürbar wird das bei einer Fahrt mit dem Sessellift ins Frauenkar. Dieser ist nur zweisitzig und langsam, was bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen durchaus genussvoll sein kann. Bei Sturm und Schneefall ist jedoch frieren angesagt: Bietet doch diese Aufstiegshilfe weder Schutz gegen Wind, Kälte oder Nässe.

 

Auch inhaltlich wird das Angebot nicht weiterentwickelt. Trotz vieler Ideen und Notwendigkeiten gibt es auf der Wurzeralm keine spürbaren Innovationen. 

 

  • Keine Schneeschuhtrails werden beworben;
  • Die Langlaufloipe kann zwar auch von leicht fortgeschrittenen Langläufer/innen erreicht werden, nur der Aufstieg von der Loipe zur Bergbahn gleicht einem Hindernislauf;
  • Positionierung und Bewerbung als eigenständige "Allround-Familien-Winter-Fit-Arena", denn gerade dafür sind die Voraussetzungen ideal.


Es scheint, als wolle man die Wurzeralm „aushungern“. Der Stillstand vermittelt den Eindruck, als ob alle Erneuerungen vom Zusammenschluss der Wurzeralm mit der Höss abhingen. Doch die Realisierung dieser Skiverbindung scheint äußerst unwahrscheinlich. Zu viele Argumente sprechen von Vornherein gegen den Bau eines rund 4,7km langen Tunnels quer durch das Warscheneck. Dieser könnte als taktisches Kalkül dem Druck der Öffentlichkeit geopfert werden, um dann die Erweiterung des Skigebiets Höss-Hinterstoder zur Wildalmleiten bzw. den Anschluss von Vorderstoder an die Höss durchzusetzen. "Niemand könnte dann mehr dagegen sein!" - auf den Tunnel werde ja zugunsten der Natur verzichtet.

Die "kleine" Variante hat ihre Pferdefüße

Wie die Übersichtskarte zeigt, geht es einerseits um einen Ausbau des Skigebiets Höss, gleichzeitig um einen Anschluss von Vorderstoder nach Hinterstoder über die Wildalmleiten zur Steyrsbergerreith. Doch auch diese Pläne sind problematisch:

 

  • Alle Pisten von der Höss nach Vorderstoder liegen unter 1200 Meter Seehöhe.
  • Alle neuen Pistenflächen müssen künftig beschneit werden (in der Saison 2013/14 wären die Lifte ohne künstliche Beschneiung nicht einen Tag in Betrieb gewesen).
  • Das Wasser zur künstlichen Beschneiung muss aus der Steyr und ihren Zubringern heraufgepumpt werden.
  • Die Betriebskosten für wenige Pistenkilometer (<4km) sind überproportional hoch.
  • Dramatische Zunahme des Verkehrs nach Vorderstoder, sowie Lärm, Gestank, Luftverschmutzung.
  • Zerstörung des harmonischen Landschaftsbildes und dadurch Einbußen im Sommertourismus.


Einen Überblick über das Gesamtprojekt finden Sie hier.

Wenn Sie auf die Symbole klicken, erscheint die jeweilige Bezeichnung (Lifttrasse, Stollenbahn, Speicherteiche, Parkflächen, Zufahrtsstraße).

"Todesstoß" für die Wurzeralm

Und vor allem: Eine „Teillösung“ würde das langsame Sterben der Wurzeralm nur beschleunigen. Unseren Berechnungen zufolge, würde der Anschluss von Vorderstoder bis zu 30 % der Skigäste von der Wurzeralm abziehen. Das würde den endgültigen Todesstoß für die Wurzeralm bedeuten und Spital am Pyhrn würde eine seiner Urlaubsattraktionen verlieren.

Bestehendes erhalten und pflegen

Wir fordern daher die rasche Modernisierung der Wurzeralm und zwar bevor intakte Naturräume für Skipisten und Liftverbindungen geopfert werden!

 

Auf einen Schlag erhält dadurch die Region ein zweites modernes, attraktives und schneesicheres Skigebiet, das für eine Positionierung als Familienskigebiet und Skitourenkompetenzzentrum wie geschaffen ist. Zusätzliche Chancen ergeben sich aufgrund der idealen Voraussetzungen zum Winterwandern, Schneeschuhwandern und Langlaufen! Also Stärken ausbauen und naheliegende Potentiale nützen - mit der entsprechenden Marketingstrategie lässt sich hier viel gewinnen!

 

Zuerst Hausaufgaben machen und nicht das Pferd von hinten aufzäumen!

Ideenbörse "Wurzeralm"

Den Projektwerbern ist es dienlich, all diejenigen, die sich gegen den Zusammenschluss und eine Skigebietserweiterung aussprechen, als 'Verhinderer' darzustellen. Unserer Meinung nach hat das System - es braucht dann umso mehr Mut, aufzustehen und für Alternativen einzutreten. Außerdem: Gute Ideen kommen dann nicht auf den Tisch und bleiben in der Schublade liegen.

 

Wir möchten daher an dieser Stelle eine Ideenbörse einrichten, wo wir Ideen zur Belebung der Wurzeralm kurz vorstellen. Diese werden dann im Frühjahr 2015 an Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesrat Dr. Michael Strugl und Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner überreicht.

 

Daher schreiben Sie uns und teilen Sie Ihre Ideen zur Rettung der Wurzeralm mit uns!

Zuschriften an ideen[at]rette-die-wurzeralm.at